top of page

Unser Pflegekonzept

Unser Pflegekonzept verfolgt das Ziel, sämtliche pflegerischen Leistungen zum Wohle unserer Kunden zu erbringen, die Ressourcen der Kunden zu berücksichtigen und in den Pflegeplan einzubinden um ein größtmögliches Maß an Unabhängigkeit für sie zu erhalten oder wiederzuerlangen.

© Copyright©

Pflege bedeutet für uns, den Menschen als Ganzes zu sehen

Im Mittelpunkt unserer Arbeit bei Pflege Zuhause e.V. steht der Mensch – mit seiner Persönlichkeit, seiner Lebensgeschichte, seinen Gewohnheiten, seinen Wünschen und seinen individuellen Fähigkeiten.

Pflegebedürftigkeit verändert viele Bereiche des täglichen Lebens. Unser Anspruch ist es deshalb nicht, einem Menschen möglichst viele Aufgaben abzunehmen. Vielmehr möchten wir genau dort unterstützen, wo Hilfe tatsächlich benötigt wird, und gleichzeitig die vorhandenen Fähigkeiten erhalten und fördern.

Unser Pflegekonzept verfolgt das Ziel, sämtliche pflegerischen, betreuerischen und unterstützenden Leistungen fachlich fundiert, individuell und zum Wohle unserer Patientinnen und Patienten zu erbringen.

Dabei gilt für uns der Grundsatz:

So viel Unterstützung wie nötig – so viel Selbstständigkeit wie möglich.

Wir möchten dazu beitragen, dass Menschen trotz Krankheit, Alter oder Pflegebedürftigkeit ein möglichst selbstbestimmtes und selbstständiges Leben in ihrer vertrauten Umgebung führen können.

​

Unsere Zielgruppe

Unser ambulanter Pflegedienst richtet sich an ältere, kranke, hilfs- und pflegebedürftige Menschen, die Unterstützung in ihrem häuslichen Umfeld benötigen.

Dabei spielt es zunächst keine Rolle, ob bereits ein Pflegegrad vorhanden ist. Entscheidend ist der individuelle Pflege-, Betreuungs- oder Unterstützungsbedarf.

Unsere Versorgung kann kurzfristig notwendig werden, beispielsweise nach einem Krankenhausaufenthalt, oder über einen längeren Zeitraum erfolgen. Ebenso können sich Art und Umfang der benötigten Unterstützung im Laufe der Zeit verändern.

Deshalb betrachten wir jede Pflegesituation individuell.

 

Selbstbestimmung und Würde

Auch wenn ein Mensch auf Unterstützung angewiesen ist, bleiben seine persönlichen Wünsche und Entscheidungen für uns maßgeblich.

Unsere Patientinnen und Patienten sollen soweit wie möglich selbst bestimmen können, wie sie leben und wie ihre Versorgung gestaltet wird.

Persönliche Gewohnheiten, Tagesabläufe, kulturelle Besonderheiten, individuelle Bedürfnisse und die bisherige Lebensweise berücksichtigen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten bei der Planung und Durchführung der Versorgung.

Wir begegnen jedem Menschen mit Respekt, Wertschätzung und Achtung seiner Würde.

Pflege findet für uns nicht über den Kopf des Menschen hinweg statt, sondern gemeinsam mit ihm.

 

Ressourcen erhalten und Selbstständigkeit fördern

Ein wesentlicher Bestandteil unseres Pflegeverständnisses ist die sogenannte Ressourcenorientierung.

Wir betrachten nicht ausschließlich Einschränkungen und Hilfebedarf, sondern fragen bewusst:

Was kann der Mensch noch selbst? Was möchte er selbst tun? Und wie können wir ihn dabei unterstützen?

Vorhandene Fähigkeiten werden deshalb in die Pflegeplanung einbezogen und soweit wie möglich gefördert.

Kann ein Patient beispielsweise einzelne Schritte der Körperpflege noch selbst übernehmen, unterstützen wir ihn dabei, anstatt ihm diese Tätigkeit vollständig abzunehmen.

Unser Ziel ist es, Fähigkeiten möglichst lange zu erhalten und – wo dies möglich ist – verlorene Selbstständigkeit wiederzugewinnen.

 

Bezugspflege – vertraute Menschen schaffen Vertrauen

Pflege ist etwas sehr Persönliches. Gerade deshalb ist uns wichtig, dass unsere Patientinnen und Patienten nicht ständig mit neuen und unbekannten Pflegepersonen konfrontiert werden.

Unser ambulanter Pflegedienst arbeitet daher weitestgehend nach dem Prinzip der Bezugspflege.

Unsere Patientinnen und Patienten werden festen Pflegetouren und damit einem möglichst überschaubaren und vertrauten Kreis von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zugeordnet.

Das schafft Vertrauen und ermöglicht unseren Mitarbeitenden gleichzeitig, die Menschen, die sie versorgen, besser kennenzulernen.

Vertraute Pflegekräfte kennen persönliche Gewohnheiten und Bedürfnisse und können Veränderungen oftmals schneller wahrnehmen.

Dadurch fördern wir eine kontinuierliche und persönliche Versorgung.

 

Verlässliche Pflegezeiten

Auch Verlässlichkeit gehört für uns zu einer guten ambulanten Versorgung.

Die Pflege- und Einsatzzeiten werden mit unseren Patientinnen und Patienten abgestimmt und in unserer Tourenplanung berücksichtigt.

Natürlich lassen sich in der ambulanten Pflege Verzögerungen nicht immer vollständig vermeiden. Ein medizinischer Zwischenfall, eine plötzlich notwendige längere Versorgung oder die Verkehrssituation können Auswirkungen auf die nachfolgenden Termine haben.

Trotzdem ist unser Anspruch, vereinbarte Zeitfenster so zuverlässig wie möglich einzuhalten und größere Verzögerungen transparent zu kommunizieren.

 

Der Pflegeprozess

Professionelle Pflege erfolgt bei uns nicht spontan oder nach einem starren Standardschema, sondern auf Grundlage eines strukturierten und nachvollziehbaren Pflegeprozesses.

Dieser beginnt bereits vor beziehungsweise mit der Aufnahme eines neuen Patienten.

Gemeinsam erfassen wir die aktuelle Situation, vorhandene Fähigkeiten, den Unterstützungsbedarf, persönliche Wünsche sowie mögliche Risiken.

Auf dieser Grundlage planen unsere Pflegefachkräfte die notwendigen Maßnahmen.

Der Pflegeprozess endet jedoch nicht mit der Erstellung einer Pflegeplanung. Die Versorgung wird fortlaufend beobachtet, dokumentiert und bei Bedarf angepasst.

 

Die Strukturierte Informationssammlung – SIS

Grundlage unserer individuellen Pflegeplanung ist die Strukturierte Informationssammlung (SIS).

Im Aufnahmegespräch möchten wir zunächst erfahren, wie der Patient selbst seine Situation wahrnimmt.

Dabei interessieren uns nicht nur Erkrankungen oder Einschränkungen. Ebenso wichtig sind persönliche Wünsche, Vorstellungen, Gewohnheiten und vorhandene Fähigkeiten.

Die SIS betrachtet verschiedene Lebensbereiche:

  • kognitive und kommunikative Fähigkeiten

  • Mobilität und Beweglichkeit

  • krankheitsbezogene Anforderungen und Belastungen

  • Selbstversorgung

  • Leben in sozialen Beziehungen

  • Haushaltsführung

Die eigene Einschätzung unserer Patientinnen und Patienten wird anschließend durch die pflegefachliche Einschätzung unserer Pflegefachkräfte ergänzt.

So entsteht ein umfassenderes Bild der tatsächlichen Pflegesituation.

 

Risiken erkennen und möglichst vermeiden

Zur professionellen Pflege gehört auch, mögliche gesundheitliche oder pflegerische Risiken frühzeitig zu erkennen.

Im Rahmen der Pflegeplanung erfolgt deshalb eine individuelle Risikoeinschätzung.

Zeigen sich Hinweise auf besondere Risiken oder pflegerelevante Probleme, werden diese durch unsere Pflegefachkräfte näher betrachtet.

Wenn erforderlich, können weiterführende Einschätzungen, gezielte Beobachtungen oder Fallbesprechungen durchgeführt werden.

Ziel ist es, Risiken nicht erst dann zu berücksichtigen, wenn bereits ein Problem entstanden ist, sondern möglichst frühzeitig geeignete Maßnahmen einzuleiten.

 

Der individuelle Maßnahmenplan

Aus den Erkenntnissen der SIS, der pflegefachlichen Einschätzung und der Risikobewertung entsteht der individuelle Maßnahmenplan.

Darin wird festgelegt, welche Unterstützung benötigt wird und wie die Pflege und Betreuung durchgeführt werden soll.

Die Maßnahmenplanung berücksichtigt sowohl den tatsächlichen Hilfebedarf als auch vorhandene Fähigkeiten und persönliche Besonderheiten.

Damit schaffen wir eine klare Grundlage für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und gleichzeitig eine möglichst einheitliche und nachvollziehbare Versorgung.

 

Beobachten, dokumentieren und reagieren

Der Zustand und Unterstützungsbedarf eines Menschen können sich jederzeit verändern.

Deshalb beobachten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter während ihrer Einsätze nicht nur die geplanten Maßnahmen, sondern auch Veränderungen des Allgemeinzustandes oder der Pflegesituation.

Relevante Abweichungen, besondere Ereignisse, gesundheitliche Veränderungen und wichtige Informationen werden dokumentiert.

Bei Bedarf werden Pflegefachkräfte, Angehörige, Ärzte oder weitere an der Versorgung beteiligte Personen einbezogen.

So können notwendige Veränderungen der Versorgung möglichst zeitnah erkannt und umgesetzt werden.

 

Regelmäßige Überprüfung der Pflegeplanung

Eine Pflegeplanung ist für uns kein Dokument, das einmal erstellt und anschließend unverändert weitergeführt wird.

Die Erkenntnisse aus der SIS, der Risikoeinschätzung, der Maßnahmenplanung und der laufenden Dokumentation bilden die Grundlage für die fortlaufende Evaluation des Pflegeprozesses.

Verändert sich beispielsweise die Mobilität, der Gesundheitszustand, die Selbstständigkeit oder der Unterstützungsbedarf eines Patienten, überprüfen wir die bestehende Planung und passen sie bei Bedarf an.

Dadurch soll die Versorgung immer möglichst gut zur aktuellen Lebens- und Pflegesituation passen.

 

Digitale Pflegedokumentation mit Euregon

Eine vollständige, nachvollziehbare und aktuelle Pflegedokumentation ist ein wichtiger Bestandteil professioneller Pflege.

Unsere Pflegeplanung und Pflegedokumentation erfolgen digital mit dem Pflegedokumentationssystem Euregon.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dokumentieren pflegerelevante Informationen, durchgeführte Maßnahmen, Veränderungen, Besonderheiten und wichtige Ereignisse zeitnah.

Die digitale Dokumentation unterstützt einen zuverlässigen Informationsfluss und ermöglicht den an der Versorgung beteiligten Mitarbeitenden, relevante Informationen zur aktuellen Pflegesituation nachzuvollziehen.

Damit trägt sie zu einer kontinuierlichen, sicheren und bedarfsgerechten Versorgung bei.

 

Unser Team

Eine gute Pflege ist nur mit qualifizierten und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möglich.

Die fachliche Leitung und Steuerung unseres ambulanten Pflegedienstes erfolgt durch die Pflegedienstleitung und deren Stellvertretung.

Zu unserem Team gehören Pflegefachkräfte unterschiedlicher Berufsgruppen, Pflegefachhelfer und Pflegeassistenten sowie Mitarbeitende aus Betreuung, Sozialbetreuung und Hauswirtschaft.

Bei der Auswahl unserer Mitarbeitenden achten wir nicht ausschließlich auf die fachliche Qualifikation.

Ebenso wichtig sind für uns Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Einfühlungsvermögen, Teamfähigkeit und ein respektvoller Umgang mit unseren Patientinnen und Patienten.

 

Fachliche Verantwortung

Unsere Pflegefachkräfte übernehmen eine besondere Verantwortung innerhalb des Pflegeprozesses.

Dazu gehören unter anderem Aufnahme- und Beratungsgespräche, die fachliche Planung und Überwachung der Pflege, die Begleitung der Pflegedokumentation sowie Pflegevisiten und Fallbesprechungen.

Dadurch stellen wir sicher, dass Veränderungen der Versorgung nicht ausschließlich organisatorisch, sondern immer auch pflegefachlich bewertet werden.

 

Fort- und Weiterbildung

Pflege entwickelt sich ständig weiter.

Neue pflegewissenschaftliche Erkenntnisse, gesetzliche Veränderungen und neue Anforderungen an die Versorgung machen eine kontinuierliche Weiterentwicklung notwendig.

Regelmäßige Fort- und Weiterbildungen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind deshalb ein wichtiger Bestandteil unserer Qualitätssicherung.

Unser Ziel ist es, fachliches Wissen aktuell zu halten und neue Erkenntnisse sinnvoll in die tägliche Arbeit zu integrieren.

 

Qualitätssicherung

Qualität ist für uns kein einmal erreichter Zustand.

Wir verstehen Qualitätsmanagement als einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess.

Deshalb überprüfen wir regelmäßig unsere Strukturen und Arbeitsabläufe und entwickeln diese weiter.

Zu unseren internen und externen Maßnahmen der Qualitätssicherung gehören unter anderem Pflegevisiten, Fallbesprechungen, Team- und Dienstbesprechungen, Qualitätszirkel, interne Audits, Fort- und Weiterbildungen, ein strukturiertes Beschwerdemanagement sowie externe Qualitätsprüfungen durch den Medizinischen Dienst.

Auch die Zufriedenheit unserer Patientinnen und Patienten sowie unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist für uns ein wichtiger Bestandteil der Qualitätsentwicklung.

 

Pflegevisiten und Fallbesprechungen

Pflegevisiten ermöglichen es uns, die Versorgung eines Patienten fachlich zu betrachten und gemeinsam zu überprüfen, ob die geplanten Maßnahmen weiterhin dem tatsächlichen Bedarf entsprechen.

Bei komplexen oder veränderten Pflegesituationen können zusätzlich Fallbesprechungen stattfinden.

Dabei werden unterschiedliche Informationen und fachliche Einschätzungen zusammengeführt, um geeignete Lösungen für die jeweilige Situation zu entwickeln.

 

Kommunikation und Informationsfluss

Ambulante Pflege ist Teamarbeit.

Da verschiedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Versorgung beteiligt sein können, ist ein zuverlässiger Informationsfluss besonders wichtig.

Dienst- und Teambesprechungen, Übergaben, Fallbesprechungen und unsere digitale Pflegedokumentation unterstützen den kontinuierlichen Austausch wichtiger Informationen.

Unser Ziel ist, dass relevante Informationen dort zur Verfügung stehen, wo sie für eine sichere und kontinuierliche Versorgung benötigt werden.

 

Zusammenarbeit mit Angehörigen und Bezugspersonen

Angehörige und andere Bezugspersonen übernehmen häufig einen wichtigen Teil der häuslichen Versorgung.

Deshalb verstehen wir sie – sofern dies von unseren Patientinnen und Patienten gewünscht ist – als wichtige Partner.

Wir beraten Angehörige und Pflegepersonen individuell und beziehen sie bei Bedarf in die Gestaltung der Versorgung ein.

Dabei nehmen wir auch ihre Beobachtungen, Wünsche und Anregungen ernst.

Gleichzeitig möchten wir Angehörige dort unterstützen, wo die häusliche Pflegesituation für sie zu einer Belastung wird.

 

Zusammenarbeit mit Ärzten, Therapeuten und anderen Einrichtungen

Eine umfassende Versorgung kann häufig nur gelingen, wenn verschiedene Berufsgruppen und Einrichtungen gut zusammenarbeiten.

Deshalb pflegen wir im Interesse unserer Patientinnen und Patienten die Zusammenarbeit mit Haus- und Fachärzten, Krankenhäusern, Apotheken, Physiotherapeuten und anderen therapeutischen Berufsgruppen, Sanitätshäusern sowie weiteren Einrichtungen und Diensten.

Ziel dieser Zusammenarbeit ist eine möglichst gut abgestimmte und kontinuierliche Versorgung.

 

Beschwerden und Kritik sind ausdrücklich willkommen

Wir möchten, dass unsere Patientinnen und Patienten und deren Angehörige mit unserer Arbeit zufrieden sind.

Trotzdem kann es Situationen geben, in denen Erwartungen nicht erfüllt werden oder etwas nicht optimal funktioniert.

In solchen Fällen wünschen wir uns, dass Sie mit uns sprechen.

Wir verstehen Kritik nicht als Störung, sondern als Chance zur Verbesserung.

Beschwerden, Anregungen, Wünsche und Ideen werden von uns ernst genommen und im Rahmen unseres Beschwerdemanagements bearbeitet.

Alle Informationen behandeln wir selbstverständlich vertraulich und unter Beachtung unserer Schweigepflicht sowie der geltenden Datenschutzbestimmungen.

 

Unser Versprechen

Pflege bedeutet für uns mehr als die Durchführung vereinbarter Leistungen.

Wir möchten Menschen begleiten, unterstützen und Sicherheit geben, ohne ihnen mehr Selbstständigkeit abzunehmen, als tatsächlich notwendig ist.

Wir respektieren persönliche Entscheidungen, berücksichtigen individuelle Gewohnheiten und fördern vorhandene Fähigkeiten.

Dabei verbinden wir fachliche Qualität mit Menschlichkeit, Verlässlichkeit und persönlicher Nähe.

Denn auch wenn ein Mensch Unterstützung benötigt, soll eines erhalten bleiben:

 

Das Recht, das eigene Leben so weit wie möglich selbst zu bestimmen.

Pflege Zuhause e.V. – seit 1985 persönlich, zuverlässig und nah am Menschen.

bottom of page